Vorhalte als Vorstufe zum Gap Shooting
Verwendet man zum Zielen kein System, sondern zielt über das Gefühl für den richtigen Abschusswinkel des Bogenarms ist das oft ein mühsamer Weg. Folgende Variante könnte das unter Umständen erleichtern oder sogar verkürzen.
Hier werden zwei Zieltechniken sozusagen miteinander verbunden. Zum einen ist es das Zielen über die Pfeilspitze in der Vorhalte und zum andern ist es das Gap Shooting. Man würde damit also das eine als Vorstufe für die andere Zietechnik verwenden.
Zielen über die Pfeilspitze in der Vorhalte
Dabei wird mit der Pfeilspitze gezielt. Es handelt sich also, schießt man nur so, um eine besondere Art des Systemschießens. Man hebt den Bogenarm und hält die Pfeilspitze bei jeder Entfernung auf das eigentliche Ziel. Dabei wird der Bogen noch nicht gezogen. Fokussiert wird auf das eigentliche Ziel, die Pfeilspitze wird nur peripher wahrgenommen.
- Hat man damit den Bogenarm im richtigen Abschusswinkel eingestellt, muss man darauf achten, dass dieser genau in dieser Position auch bleibt.
- Nun zieht man einfach bis zum Ankerpunkt, geht in die Rückenspannung und löst den Pfeil. Der Fokus bleibt dabei immer auf dem eigentlichen Ziel.
Gap Shooting
Wer seinen Bogenarm bewusst, aber trotzdem nach Gefühl, nach oben oder nach unten bewegt, um die Flugbahn festzulegen, ist Gap Shooter.
Gap Shooting ist in den meisten Fällen kein rein unterbewusster Zielvorgang. Es wird vielmehr der Bogenarm und damit der Pfeil bewusst, aber gefühlsmäßig, durch indirektes Sehen in die richtige Höhe gebracht. Es wird nach dem Motto verfahren: „So könnte die Hand passen, also kann ich jetzt loslassen.„ Die Bogenhand wird also bewusst an die mögliche Flugbahn des Pfeils angepasst.
Zieltechniken verbinden
Wendet man nun von der ersten Zieltechnik (Zielen in Vorhalte) den ersten Teil konsequent an, kann man unter Umständen für die zweite (Gap Shooting) leichter lernen bzw. schneller ein Gefühl für den richtigen Winkel des Bogenarms und damit des Pfeils bekommen.
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