Die Sehne streift meine Nase 3-2018-60

Wer einen festen und stabilen Anker haben möchte, wird unter Umständen feststellen, dass die Sehne hin und wieder (oder auch immer) an der Nase streift. Das ist unangenehm und tut weh, außerdem schaut man nach einigen Schüssen auch nicht mehr schön aus. Warum ist das so und was kann man dagegen tun?

Viele Schützen haben damit kein Problem. Der Grund dürfte daran liegen, dass viele die Sehne beim Ankern sehr weit vom Auge bzw. von der Nase weg haben. Dann gibt es logischerweise keine Berührung beim Lösen. Will man seinen Anker verbessern, sodass er zum einen fest und stabil ist und zum anderen die Sehne auch noch vor dem Auge (und damit der Pfeil unter dem Auge), fangen oft die Probleme an. Schießt man nun, kann es vorkommen, dass die Nase im Weg ist und beim Lösen diese etwas berührt.

Der Grund liegt darin, dass der Kopf zu wenig Richtung Ziel gerichtet ist. Man „schielt„ quasi nur dahin. Viele haben Probleme den Kopf richtig zur Seite zu drehen. Der Zahn der Zeit nagt an beiden sozusagen. Was kann man dagegen tun? Eine Möglichkeit wäre, regelmäßig einige Übungen für mehr Beweglichkeit des Kopfes zu machen. Damit dreht man dann den Kopf weiter Richtung Ziel. Wenn es trotzdem nicht klappt, kann man einen offenen Stand probieren. Damit wird das Dreieck Pfeilauflage - Ankerpunkt - Bogenschulter des Bogenarms größer.

Schießt man einen Langbogen, kann auch helfen, dass man eine gebeugte Haltung einnimmt. Man knickt in der Hüfte nach vorne ab und erreicht auch so, dass das oben beschriebene Dreieck größer wird.