Die Sehne an den Fingern

Ein guter Schuss fängt mit dem Stand an und hört beim Nachlassen auf. Die wichtigsten Teile des Schusses sind aber der Anker und das Lösen. Zum Anker gehört auch, dass die Sehne richtig in den Fingern liegt. Das ist zum einen deshalb wichtig, weil dadurch auch ein fester und stabiler Anker möglich ist und zweitens beim Lösen die Hand am Gesicht bleibt. Bewegt sich diese vom Gesicht weg, bleibt also nicht in der Verlängerung des Pfeilfluges, hat man meistens seitliche Abweichungen im Trefferbild.

Die Lage der Sehne auf den Fingern beeinflusst auch die Bewegung der Sehne nach dem Abschuss. Bei einem guten Griff an der Sehne ist ihre seitliche Bewegung nicht mehr so groß. Es ist also auf beides zu achten: Die Lage der Sehne auf den Fingern und die Position der Hand beim Ankern.

Nicht optimal bzw. schlecht sind folgende Varianten:
- Sehne auf den Finger­kuppen (Bild 3)
- Tiefer Haken (Bild 4)
- Tiefer Haken und Sehne hinter dem ersten Glied (Bild 6)

Bild 1:
Bei einem flachen Haken liegt die Sehne hinter dem ersten Fingerglied. Dazu müssen die Finger unterschiedlich gekrümmt werden. Beim Lösen rutscht die Sehne sehr leicht von den Fingern und erzeugt relativ wenig seitliche Bewegung.
Bild 2:
Durch den flachen Haken liegt die Hand fest im Gesicht und die Sehne steht vor dem Auge.
Bild 3:
Hat man die Sehne auf den Fingerkuppen, ist es zum einen sehr kraftraubend sie so zu halten und Olympic-Schützen behaupten, dass man dadurch auch mehr seitliche Abweichung hat.
Bild 4:
Ein tiefer Haken bewirkt in der Regel, dass ich nicht vollen Kontakt zum Gesicht habe. Auch ist die Sehne oft nicht vor dem Auge.
Bild 5:
Mit einem tiefen Anker ist es auch schwierig, einen Finger an den Mundwinkel zu bringen.Auch ist die Sehne oft nicht vor dem Auge.



Bild 6:
Ein tiefer Hacken und die Sehne in der Mitte des zweiten Glieds ist eine sehr schlechte Variante.
Bild 7:
Schießt man mit einem tiefen Haken, muss beim Lösen die Hand zwangsläufig vom Gesicht weggehen, was eine starke seitliche Bewegung der Sehne bedeutet.

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