Die 5 größten Anfängerfehler

Aller Anfang ist schwer; klar! Da Bogenschießen von außen betrachtet sehr einfach aussieht, glauben auch viele Neueinsteiger, dass man sich das selbst locker beibringen kann. Und die Resultate sprechen für sich. Man hat sich viele Fehler angelernt und es ist dann sehr schwierig, diese wieder loszuwerden.

Fehler 1: Zuerst das Equipment kaufen und sich dann über das Bogenschießen informieren

Viele kennen das Bogenschießen aus ihrer Jugend mit selbst gebastelten Bögen und Pfeilen, andere wiederum aus einem Cluburlaub oder von einem Firmenevent. Und da möchte man es auch gerne mal für längere Zeit probieren. Flugs ins Internet geschaut und bei Amazon oder sonst wo einen geilen Bogen gefunden und gekauft. Da kann es dann schon mal passieren, dass ein Recurve falsch herum aufgespannt wird und einfach keine Zugkraft hat. Gibt´s nicht? Doch!

Wer sich also einen Bogen zulegt, sollte vorher etwas Ahnung vom Bogenschießen haben. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Bücher, Videos und das Internet können da helfen. Aber Vorsicht: Es gibt auch viel Halbwissen und Falsches! Man kann auch Mitglied eines Vereins werden, die einem dann das Nötigste erklären.
Fehler 2: Einen zu starken Bogen kaufen

Wer ins Bogenschießen einsteigen will und eine halbwegs gute Technik erlernen will, braucht einen Bogen mit leichtem Zuggewicht. Für den Anfang werden 20 bis 25 Pfund genügen. Es ist unter Umständen auch egal, welchen Bogentyp man dazu nimmt. Einsteiger-Recurves sind da sicher nicht schlecht.

Dabei ist es sicher sinnvoll, sich einen Bogen auszuleihen. Vereine oder auch einige Händler bieten das an. Man kann so das Zuggewicht steigern, ohne vorerst viel Geld auszugeben. Hat man dann sein Zuggewicht erreicht, kann man sich den ersten Bogen kaufen.
Fehler 3: Ohne Anleitung beginnen

Eine dreiminütige Einführung eines Händlers wird da schon genügen. Vorne den Bogen halten und hinten ziehen; so einfach ist das. Mit genügend Pfeilen ausgerüstet passt das schon. Mitnichten!

Man sollte unbedingt mit Anleitung das Schießen beginnen. Es ist natürlich für einen Anfänger nicht leicht zu bewerten, wer das richtig erklären kann. Ein Einführungskurs wäre da nicht schlecht. Aber auch hier Vorsicht! Ein Fünfminuten-Einführungskurs mit anschließendem selbständigem Schießen am 3-D-Parcours ist auch nicht das Ideale. Also einige Stunden sollten es schon sein.
Fehler 4: Glauben, man wird ohne Üben besser

Hat man alles bisher erledigt, geht es am Anfang öfter, zunehmend weniger oft auf die Bogenwiese oder auf einen 3-D-Parcours. Einmal pro Monat oder weniger muss ja wohl reichen. Außerdem habe ich ja noch andere Hobbys.

Wer aber glaubt, dass mit sporadischem Schießen das Trefferbild besser wird, könnte einem kleinen Irrtum erliegen. Treffer sind dabei nur reiner Zufall. Wer also das Gefühl hat: „Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich getroffen habe„, wird wohl in diesem Modus unterwegs sein.
Fehler 5: Jedem alles glauben

Nun möchte jeder besser werden. Man recherchiert im Internet, fragt „Experten„ oder kauft sich ein schlaues Buch. Letzteres logischerweise, indem man vorher die Rezensionen bei Amazon gelesen hat. Und hier nimmt man dann das mit den meisten Rezensionen, egal dass sich hier Freunde und Bekannte als „Schriftsteller„ betätigt haben.

Wer selbst noch kein Experte ist, glaubt zwangsläufig jedem, der sich als solcher gibt. Auch gibt es die Ausprägungen „Schwätzer„ bis „echter Experte„. Es ist also gar nicht so leicht, zu bewerten, was stimmt und was nicht. Eines sollte man aber auf keinen Fall machen: Jeden Hinweis sofort umsetzten zu wollen.

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